
Es gab mal eine Zeit, in der Videospiele hauptsächlich auf einen Spieler ausgelegt waren und nur durch eine fesselnde Geschichte begeisterten. Doch heutzutage liegt der Fokus schon lange nicht mehr nur auf dem Einzelspieler-Modus, immer mehr Spieler fordern auch einen spaßigen Multiplayer-Modus, am besten online und mit so vielen Spielern wie möglich.
Modern Warefare 2 hat diesbezüglich die Messlatte im Ego-Shooter-Genre ganz schön hoch gelegt, begeisterte der Titel doch mit einer tollen Technik, einem motivierenden Ränge-System und einer grandiosen Spielbarkeit. Einziger Wermutstropfen: Maximal 18 Spieler können sich gleichzeitig in den Online-Gefechten miteinander messen. Wer also nach ausufernden Massenschlachten lechzt, schaut in die Röhre - oder greift zu
Sonys neustem Action-Spiel
MAG von den Socom-Machern. Der Ego-Shooter ist nämlich gänzlich auf Multiplayer ausgelegt und beeindruckt mit Schlachten mit bis zu 256 Spielern - absoluter Rekord, zumindest auf der Konsole. Nebenbei will der Titel noch mit zahlreichen Statistiken, einer motivierenden Karriere sowie unzähligen Belohnungen auftrumpfen. Ob das gelingt, erfahrt ihr in unserem Review.

Sobald ihr den Titel in euer PS3-Laufwerk gelegt und gestartet habt, befindet ihr euch auch schon im Menü zur Charaktererstellung. Bevor ihr euch allerdings um das Aussehen eures Alter Egos kümmert, steht die Teamauswahl auf dem Programm.
MAG ist zwar ein reiner Mehrspieler-Shooter, bietet aber trotzdem eine Hintergrundgeschichte, wenn auch eine etwas seichte. Das Spiel versetzt euch in die Zeit nach dem dritten Weltkrieg. Auf der Erde herrscht das absolute Chaos: Die Wirtschaft ist zusammengebrochen, die Politik wurde abgeschafft und die Rohstoffe sind natürlich fast aufgebraucht. Drei große Militär-Unternehmen kämpfen nun um die letzten Ressourcen sowie die Weltherrschaft: S.V.E.R., Raven und Valor. Jede Partei steht dabei für ihre eigenen Interessen ein. Für eine der drei Gruppen müsst ihr euch zu Beginn des Spiels entscheiden. Spielerische Auswirkungen hat das allerdings nicht - zumindest keine direkten, aber dazu später mehr.

Habt ihr euch für eine Partei entschieden, wählt ihr noch eine passende Stimme und einen Kopf für euren Recken aus. Das war‘s dann auch schon. Wie jetzt? Man kann nur aus einem von knapp über zehn verschiedenen Köpfen wählen? Das soll die Charaktererstellung sein? Ja, das ist sie. Zumindest auf den ersten Blick, denn wie so oft in
MAG macht alles auf den ersten Blick keinen allzu guten oder bestestenfalls soliden Eindruck, offenbart im späteren Spielverlauf aber eine weitaus größere Komplexität. Habt ihr euch also für den passenden Kopf entschieden, gelangt ihr endlich in das Hauptmenü von
MAG. Hier stehen euch nun mehrere Menüpunkte zur Auswahl, darunter zum Beispiel Einsatz, Arsenal, Kaserne und die obligatorischen Optionen. Euer erster Gang sollte zum Einsatz sein, denn hier wartet bereits das Training darauf, von euch absolviert zu werden. Dieses macht euch nicht nur mit der grundlegenden Spielmechanik von
MAG vertraut, sondern bringt euch auch die ersten Erfahrungspunkte ein. Als zweites solltet ihr euch in das „Arsenal“ begeben, denn hier könnt ihr dann doch noch euren Charakter ganz nach eurem Belieben anpassen.

In
MAG gibt es keine vorgefertigten Klassen wie bei anderen Online-Shootern, hier erstellt ihr eure komplette Ausrüstung selber, ähnlich wie bei
Modern Warfare 2. Bis zu fünf Ausrüstungsslots stehen euch dabei zur Verfügen, zwischen denen ihr jederzeit während der Gefechte bequem hin- und herschalten könnt. Zu Beginn des Spiels stehen euch selbstverständlich nur wenige Gegenstände zur Auswahl. Ein normales Sturmgewehr, eine Standard-Pistole sowie ein Scharfschützengewehr beispielsweise. Doch mit jedem Level-Aufstieg bekommt ihr Fertigkeitspunkte gut geschrieben, mit denen ihr neue Waffen sowie Verbesserungen freischalten könnt. Zwei Dinge solltet ihr beim Wählen eurer Ausrüstung allerdings beachten: So haben viele Gegenstände nicht nur Vorteile. Mit einer starken Panzerung steckt ihr zwar mehr Treffer ein, seid aber auch deutlich langsamer unterwegs. Zudem solltet ihr beachten, dass euch immer nur eine bestimmte Anzahl an Ausrüstungspunkten zur Verfügung steht. Jede Ausrüstung kostet eine bestimmte Summe dieser Punkte, ihr solltet also gut abwägen, ob ihr euch lieber einen teuren Raketenwerfer auf den Rücken schnallt, oder stattdessen eine Extra-Granate sowie ein Reparatur-Kit für beschädigte Fahrzeuge und Geschütze mitnehmt. Mit den Fertigkeitspunkten könnt ihr allerdings nicht nur neue Waffen freischalten, sondern auch neue Fähigkeiten erlernen -
Modern Warfare 2 lässt erneut freundlich grüßen. Wollt ihr schneller Nachladen? Oder lieber eure Granaten weiter werfen können? Auch die Möglichkeit, das Feindesfeuer aus weiterer Entfernung hören zu können, hat durchaus seine Vorteile, so blinken eure Gegner nämlich als rote Punkte auf eurem Radar auf. Ihr seht schon,
MAG ist deutlich komplexer, als es auf den ersten Blick den Anschein hat. Und das war noch lange nicht alles!