Hauptseite | Wii | Nintendo DS | Xbox 360PlayStation 3PlayStation Portable | PC | iPhone | Kino | Forum
Registrieren 
Werbung
Test
Borderlands Test
Artikel erstellt von VioletFlame am 04.11.2009 | 0 Kommentar(e)
Cover
USK
Medium:
Disc
Genre:
Rollenspiel / First-Person Shooter
Entwickler:
Gearbox Software
Publisher:
2K Games
Release:
23.10.2009
Release-Preis:
ca. 60 EUR
Spieler (online):
1-2 (2-4)
Screenshots:
Seiten (3): [1] | 2 | 3 | weiter

Ist es eigentlich ein gutes oder ein schlechtes Zeichen, wenn die komplette Optik eines Titels wenige Monate vor dem Release komplett über den Haufen geworfen und von Grund auf neu aufgebaut wird? Nun, nach rund 25 Stunden in der Welt von Borderlands muss man den Machern von Gearbox wohl zugestehen, dass sie mit dem Schritt hin zum Comic-Look die richtige Wahl getroffen haben. Dieser verleiht der interessanten Mischung aus Rollenspiel und einem Shooter nicht nur einen ganz eigenen Look, sondern dürfte überdies erst den reibungslosen Spielablauf im Mehrspieler-Modus ermöglicht haben. Zumindest uns fällt es schwer zu glauben, dass das Konzept von Borderlands mit einem realistischen und technisch aufwändigen Grafikstil in dieser Form möglich gewesen wäre. Doch worum geht es im neuen Werk der Brothers in Arms-Macher eigentlich?

Euch versetzt es auf den fiktiven Planeten Pandora, der seine besten Tage offensichtlich schon lange hinter sich hat. Seinerzeit von Menschen erobert und zu einem friedlichen Plätzchen mutiert, verkam Pandora in den vergangenen Jahren immer mehr zu einem Sammelbecken für Kriminelle, Gemeingefährliche und Ganoven jeglicher Art. Doch woher rührte das Interesse der Halunken für diesen beschaulichen Planeten, der doch offensichtlich rein gar nichts zu bieten hat? Für den moralischen Verfall des alltäglichen Lebens ist eine mysteriöse Alienkammer verantwortlich, bei der eigentlich niemand so genau zu wissen scheint, was es mit ihr im Detail auf sich hat und wo diese Kammer überhaupt zu finden ist. Lediglich die enthaltenen Reichtümer, die der Kammer nachgesagt werden, locken Schatzsucher aus allen Himmelsrichtungen an. So auch im Intro des Titels, das euch vier verschiedene Schatzsucher vorstellt, die gleichzeitig als spielbare Charaktere fungieren und mit individuellen Stärken und Schwächen daherkommen. Da wäre beispielsweise die junge Sirene, die sexy ihre Hüften kreisen lässt und sich als eine typische Assassine versteht, die auch gerne mal aus dem Hinterhalt zum tödlichen Angriff ansetzt. Das genaue Gegenteil der Anabolika-Schleuder Brick. Gefühlte zwei Meter hoch wie breit verlässt sich dieser eher auf seine pure Kraft und teilt auch im Nahkampf gehörig aus. Zusätzlich warten noch der aus sicherer Entfernung agierende Jäger sowie der Soldat, der sich als ein typischer Allrounder versteht. Jeder der Recken ist mit einem exklusiven Skill versehen, der euch im Notfall aus dem Gröbsten raushauen soll. Die Sirene betritt kurzzeitig eine Art Zwischenwelt und bekommt so die Möglichkeit geboten, hinter ihren Kontrahenten aufzutauchen, um ihnen in den Rücken zu fallen, der Soldat errichtet einen automatisch feuernden Geschützturm und der Jäger darf beispielsweise einen geflügelten Helfer zurate ziehen, der auch Feinden hinter einer vermeintlich sicheren Deckung die Hölle heiß macht.

Für welche Klasse man sich entscheidet, ist im Endeffekt natürlich vom eigenen Geschmack und der Art und Weise, wie man Borderlands angehen möchte, abhängig. Da man bei den individuellen Fertigkeiten der vier Klassen leider unnötiges Potential verschenkte und diese mit gerade einmal drei Skilltrees und einer gefühlten Hand voll Fertigkeiten versah, läuft man zumindest nicht Gefahr, eine Klasse zu wählen, mit der man mit zunehmender Spieldauer nicht mehr klarkommt. Die unterschiedlichen Waffensysteme in Form von Revolvern, Schrotflinten, Handgranaten, Raketenwerfern oder Maschinengewehren stehen allen vier Klassen uneingeschränkt zur Verfügung, weshalb auch der stattliche Berserker ohne weiteres ein Scharfschützengewehr mit sich führen und sich als Sniper versuchen kann. Auf Grund der unterschiedlichen Skilltrees genießen die Klassen aber natürlich spürbare Vorteile bei bestimmten Waffengattungen und können diese in den zahlreichen Gefechten geschickt ausspielen. Unabhängig von der Wahl der Klasse verläuft der Einstieg in Borderlands stets nach dem gleichen Muster. Man versetzt euch in die kleine Siedlung Fyrestone, um euch zunächst mit den Eigenheiten des Titels vertraut zu machen, die im Prinzip nach wenigen Minuten verinnerlicht sind. Zumindest in Sachen Quest-Design sollte man nämlich keine allzu großen Überraschungen erwarten, da die Missionen doch recht simpel gestrickt sind und kaum Raum für Überraschungen lassen. In den meisten Fällen begibt man sich auf die Suche nach einem Auftraggeber und nimmt eine Quest an, in der es entweder um das Ausschalten eines bestimmten Widersachers oder um das Finden bestimmter Objekte geht. Ausnahmen sind rar gesät und müssen förmlich mit der Lupe gesucht werden, was sich vor allem für Einzelspieler nach wenigen Stunden zu einem Problem entwickeln kann. Man merkt Borderlands einfach zu deutlich an, dass der Titel im Prinzip mit jeder Faser darauf ausgelegt ist, entweder im Split-Screen mit einem Freund oder online in einer Gruppe genossen zu werden. Ist man alleine unterwegs, dann schwindet auf Grund des relativ eintönigen Missionsdesigns und der teilweise ausufernden Lauf- beziehungsweise Fahrtwege schnell die Motivation. Daran kann auch das grundlegende Konzept des Titels, das sich vor allem an fleißige Sammler richtet, nur bedingt etwas ändern. Erst im Mehrspieler-Modus blühen die etwa 170 Missionen, von denen rund 30 auf die Geschichte und die restlichen auf Nebenmissionen entfallen, gänzlich auf.

Seiten (3): [1] | 2 | 3 | weiter
Werbung