
Nicht weniger als die beste Fußball-Simulation aller Zeiten möchte man mit
FIFA 10 abliefern. Dies versprach uns
EA Sports-Oberhaupt Peter Moore im Rahmen der diesjährigen Gamescom und stellte verschiedene Neuerungen des aktuellen Ablegers vor. Zu den tragenden Elementen der diesjährigen Version gehörte vor allem die neue 360- Grad-Steuerung, die endlich gezielte Manöver auf engstem Raum ermöglichen sollte. Was sich in
FIFA 10 sonst noch geändert hat, verdeutlichen euch unsere Eindrücke vom Rasen, der für viele die Welt bedeutet.

Fast schon unnötig zu erwähnen ist die Tatsache, dass die FIFA-Reihe in Sachen Lizenzen und Inszenierung auch in diesem Jahr die Nase deutlich vorne hat. Nicht weniger als 25 komplett lizenzierte Ligen, zahlreiche Wettbewerbe und eine schier erdrückende Anzahl von Modi schlägt dem Spieler im Hauptmenü entgegen und lässt gelegentlich das Gefühl aufkommen, dass die Übersicht angesichts der zahlreichen Möglichkeiten schier flöten geht. Verbesserungen oder gar Neuerungen werdet ihr dabei allenfalls im Detail registrieren, da die tragenden Modi weitestgehend die gleichen blieben. Wahlweise versucht ihr euch an einer der verschiedenen Meisterschaften und Pokale, macht euch in der Arena beziehungsweise im schnellen Spiel mit der Steuerung vertraut, führt im „Be a Pro“-Modus einen Nachwuchskicker an die Spitze oder übernehmt im Manager-Modus die Kontrolle über den eigenen, favorisierten Club. Kleine Verbesserungen warten wie angesprochen lediglich im Detail. Während der „Be a Pro“-Modus nahezu 1:1 aus
FIFA 09 übernommen wurde, zog man im Manager-Modus verschiedene Schrauben nach. Beispielsweise wurden die Gehälter und Marktwerte der Spieler grundlegend überarbeitet und an die Realität angepasst. Wer sich einem kleinen Verein zugehörig fühlt und diesen an die nationale und internationale Spitze führen möchte, wird zudem feststellen, dass es in diesem Jahr alles Andere als leicht ist, bekannte Stars wie Christiano Ronaldo, Lionell Messi oder Wayne Rooney zu verpflichten. War eine Verpflichtung dieser Stars im vergangenen Jahr allenfalls eine Frage des nötigen Kleingelds, so spielt der Ruf des eigenen Vereins in
FIFA 10 eine nicht zu unterschätzende Rolle. Erst wenn man durch diverse Erfolge auf sich aufmerksam gemacht hat, werden auch internationale Superstars neugierig. Ansonsten hat sich auch im Manager-Modus nur wenig geändert.

Euch stehen wie gewohnt 15 Jahre zur Verfügung, um den eigenen Lieblingsverein an die Spitze zu führen. Dabei geht es natürlich nicht nur auf dem Platz zur Sache, auch abseits des Rasens warten zahlreiche Aufgaben auf angehende Teamchefs: Die eigene Mannschaft will entsprechend aufgestellt werden, Ein- und Verkäufe auf dem Transfermarkt gehören ebenfalls zu euren täglichen Aufgaben, ein Talentsucher begibt sich auf die Suche nach Nachwuchstalenten und wer der Meinung sein sollte, dass er taktisch ähnlich versiert ist wie unser Bundes-Jogi, der darf sich zudem an einer Vielzahl unterschiedlicher Taktiken und Vorgehensweisen versuchen. Bereits aus dem letzten Jahr bekannt ist das so genannte Live Season-Angebot, das in diesem Jahr den Anhang 2.0 verpasst bekam und im Gegensatz zu seinem
FIFA 09-Pendant keine zwölf Monate mehr kostenlos zur Verfügung steht. Stattdessen werden interessierte Kunden hier schon nach wenigen Spieltagen zur Kasse gebeten und erhalten als Gegenwert die realen Formwerte der echten Spieler. Auch Verletzungen und Sperren werden hier berücksichtigt. Ob man bereit ist, für solch ein Feature extra zu bezahlen, ist sicherlich jedem selbst überlassen. Als einzig wirklich offensichtliche Neuerung versteht sich „Virtual Pro“. Über das Internet dürfen eigene Fotos oder Schnappschüsse des eigenen Freundeskreises hochgeladen und auf die virtuellen Kicker übertragen werden. Das Ergebnis: In sämtlichen Modi stehen euch ab sofort virtuelle Ebenbilder zur Verfügung, die nach Belieben genutzt und in verschiedenen Modi natürlich auch verbessert werden können. Vor allem bei geselligen Runden auf dem heimischen Sofa eine durchaus interessante und motivierende Neuerung. Schließlich gibt es doch kaum etwas Schöneres, als dem Bayern-Fan neben sich mit dem eigenen Konterfei ein Ei ins Nest zu legen. Wo wir schon beim Mehrspieler-Modus sind: Auch hier geht man in diesem Jahr in die Vollen und zeigt der Konkurrenz eindrucksvoll, wo der sprichwörtliche Hammer hängt. Das Glanzstück von
FIFA 10 ist natürlich die Möglichkeit, Rasenduelle über das PlayStation Network mit bis zu 20 Teilnehmern auszutragen. Während die Keeper weiterhin von der künstlichen Intelligenz übernommen werden, schlüpfen die 20 Teilnehmer in die Rolle der Feldspieler. Ein durchaus anspruchsvolles Unterfangen, das Teamarbeit und die entsprechende Absprache zum Pflichtprogramm avancieren lässt.