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Yakuza 3 Preview
Artikel erstellt von nio am 21.01.2010 | 0 Kommentar(e)
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Manchmal werden schon merkwürdige Entscheidungen in den Chef-Etagen der Spielehersteller gefällt. Mit gut einem Jahr Verspätung soll Segas Yakuza 3 nun auch im Westen erscheinen. Zwar ist der japanische Konzern nicht der einzige, der Spiele erst sehr spät in den westlichen Gefilden veröffentlicht, aber im Laufe der zunehmenden Globalisierung ist das dennoch etwas verwunderlich. Zumal die Sprache fast die einzige Hürde auf der PlayStation 3 darstellt und es sich um eine der größten Videospiel-Reihen für die Konsole im fernen Osten handelt. Dennoch können demnächst alle, die nicht des Japanischen mächtig sind, endlich auch in den dritten Teil der Yakuza-Reihe eintauchen. Eines will ich allerdings an dieser Stelle vorweg schicken. Ich habe keinerlei Erfahrung mit dieser Serie, so dass meine Sichtweise durchaus eine andere sein könnte als die von alt eingesessenen Fans.

Der Einstieg in die Geschichte gestaltet sich für Unkundige etwas schwierig. Zum Glück haben die Jungs von Amusement Vision es geschafft, Geschichtsfragmente aus den ersten beiden Teilen geschickt als Video einzubinden. Wer sich daher nicht ganz im Klaren darüber ist, womit er es bei diesem Spiel zu tun hat, kann sich anfangs einige original Videos ansehen. Erst dann kann man nachvollziehen, warum Kazuma und seine Adoptivtochter Haruka ihre Verbindungen zur Welt der Yakuza abgebrochen und Kamurocho verlassen haben. In Okinawa wollen sie ein neues Leben beginnen und ihre Seele wieder reinigen. Der neue Lebensinhalt ist ein Waisenhaus für Kinder, welches sie gemeinsam leiten. Doch die Vergangenheit holt einen irgendwann wieder ein. Das muss auch Kazuma erkennen. Eine Reihe von unvorhersehbaren Ereignissen führt dazu, dass er sich wieder mit der Yakuza konfrontiert sieht. Mehr wollte uns Sega leider nicht verraten. Das Ganze klingt jedoch nach einer wunderbaren B-Movie-Geschichte, wie sie Chuck Norris oder Steven Seagal nicht hätten besser inszenieren können.

Der Spielablauf erinnert in den ersten Augenblicken stark an die im Westen übermächtige GTA-Serie aus dem Hause Rockstar. Man wird jedoch schnell feststellen, dass die asiatischen Einflüsse dem Spiel einen ganz eigenen Stil verpassen. Man kann zum Beispiel nicht einfach mit dem Auto in der Weltstadt Tokio, dem zweiten Schauplatz neben Okinawa, umherfahren. Stattdessen muss Kazuma entweder einen Rikschafahrer anheuern oder die örtliche Metro nehmen. Daraus resultiert auch die Tatsache, dass das erkundbare Gebiet nicht ganz die Ausmaße, wie etwa in GTA, annimmt. Stattdessen hat man sich darauf konzentriert, ein möglichst authentisches Flair einer japanischen Stadt zu erzeugen. Zudem sind extrem viele Gebäude begehbar. Wer sich daher sorgen darum macht, ob es nicht genügend zu entdecken gibt, kann beruhigt aufatmen. Etwas, das die Yakuza-Reihe auszeichnet, sind die ganzen Minispiele. Das ist beim dritten Teil auch nicht anders. Im Gegensatz zu vielen anderen Spielen sind diese aber nicht besonders hervorgehoben. Das heißt, dass man durchaus auch mal unkonventionelle Wege gehen muss, um zum Beispiel eine Partie Mahjong zu spielen. Es kann nämlich vorkommen, dass irgendwo zwei Personen auf einem Dach sich ein Tischchen mit ein paar Stühlen aufgebaut haben und jenes Spiel spielen. Als Kazuma setzt man sich bei Bedarf einfach dazu. Später wird man diese Minispiele auch direkt über das Menü auswählen können. Insgesamt gibt es 20 Minispiele, wie etwa Darts, Billard, Bowling, Poker oder Blackjack und einige typisch asiatische Spiele.

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